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Natur vor der Haustür

Ortsgruppen

Jahreshauptversammlung 2026

Vorsitzender Reinhold Wilterius gab auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung (JHV) der Ortsgruppe (OG) Kirchenthumbach einen Rückblick auf Aktivitäten in 2025 und einen Ausblick auf Projekte der OG in 2026. Zu Gast war auch der amtierende Bürgermeister Ewald Plößner. 

Die gut besuchte Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Biemichl eröffnete der Vorsitzende der Ortsgruppe  Bund Naturschutz in Kirchenthumbach Reinhold Wilterius und begrüßte ganz besonders auch Bürgermeister Ewald Plößner und dazu einige Gäste, die sich für die Arbeit des Bund Naturschutz interessieren. Mit einer umfangreichen Präsentation lies Wilterius das vergangene, arbeitsreiche Jahr Revue passieren.

So war gleich zu Beginn des Jahres 2025 eine dringende Reparatur der Eingangstüre zum Fledermauskeller am Schönsteiner Berg fällig. Der Kosten hat das Staatliche Bauamt übernommen, das auch Eigentümer des Kellers ist.

Im Steinbruch Kerschgraben bei Sommerau waren wieder schweißtreibende Arbeiten wie Stockrücknahme und Wiesenmahd nötig, um die drohende Verbuschung zu verhindern. Erfreut berichtete Wilterius, dass für diese Arbeiten die Fördermittel für 2024 bis 2026 doch noch zugesagt wurden, nachdem lange Zeit darüber Ungewissheit bestand. Ob diese unverzichtbaren Fördergelder weiterhin die Kosten ausgleichen werden, bleibt bislang leider im Unklaren, was eine sinnvolle Planung und Beschaffung erheblich und unnötig erschwert. Für die vorbildliche Unterstützung bei der Abfuhr der extrem großen Astmengen bedankte sich Wilterius ausdrücklich bei Jürgen Adelhardt, dem Leiter des Bauhofs.

Wilterius berichtete über große Fortschritte beim Umbau des Waldstückes im Steinbruch in Zusammenarbeit mit dem Revierförster Sebastian Höllerer. Bei einer Begehung wurden wertvolle Laubbäume wie Ulme, Wildkirsche, Esche und alle drei Ahornarten gefunden und markiert. Neben den erhaltenswerten Samen- und Biotopbäumen sollen eine gelichtete Fläche eingezäunt und dann seltene Bäume wie Elsbeere und Speierling gepflanzt werden. Revierförster Höllerer hat für diese Maßnahme eine Förderung in Aussicht gestellt.

Im Ausblick auf 2026 hat Wilterius von Ortsterminen mit Staatlichen Bauamt (Herr Schwab) und der Unteren Naturschutzbehörde (Frau Wittmann) berichtet. Ziel war es, umliegende Ausgleichsflächen in das Projekt Steinbruch zu integrieren. Dazu sollen neue Pachtverträge mit dem Bauamt abgeschlossen werden, in denen sich die Pächter verpflichten, vom intensiven auf nachhaltigen Ackerbau und Weidewiesen auf Blühwiesen umzustellen. Dies sei für die seltenen Bodenbrüter wie z.B. das Rebhuhn oder Feldlerche enorm wichtig, da sie ansonsten keine Winternahrung und Rückzugsgebiete vorfinden würden. Das hierfür nötige und schwer erhältliche Saatgut solle von Biotopwiesen im Truppenübungsplatz gewonnen werden.

Mit der Hoffnung auf eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit mit der Gemeinde im Sinne des Naturschutzes. Mit der Gemeinde wurde eine Zusammenarbeit unter anderem bei der Grünflächenpflege, der ökologische Grabenräumung und, Verbesserungen beim Straßenbegleitgrün vereinbart. Damit beendete Wilterius seine Präsentation und eröffnete eine lebhafte Diskussion.